Der Mops und die Freimaurer

Das Freimaurer Symbol

1738 verbot der damalige Papast Clemens, jegliche freimaurerische Tätigkeit, da der Orden dem Papst zu viel Macht zu gewinnen drohte. In der päpstlichen Bulle „In eminenti apostolatus specula“ drohte Papast Clemens jedem Freimaurer mit der Exkommunikation.

Porzellan Möpse als geheimes Embleme

Um 1740 wurde der deutsche Bildhauer Johann Joachim Kaendler, Meistermodellbauer der Meissener Porzellanfabrik in Deutschland, beauftragt, eine Serie von Möpsen aus Porzellan zu schaffen. Die Porzellan Möpse waren als geheimes Embleme für eine geheime deutsche Freimaurer Loge entworfen wurden. Bekannt als der „Orden des Mopses„.

Gründung des Mopsordens

Der Auftraggeber der Porzellan Möpse und der Gründer des Mopsordens war wahrscheinlich Clemens August, Kurfürst von Köln und Herzog von Bayern. Er wollte mit dem Mopsorden, das Verbot der Freimaurerei umgehen. Der Mopsorden fand schnell an den kleinen Höfen und Universitäten Deutschlands Verbreitung.
Man wählte den Namen Mopsorden, um kein Misstrauen bei der Kirche zu erwecken. Die Idee zum Name der Loge, kam Kurfürst Clemens der Legende nach, durch seine Mätresse. Die einen Mops besaß.

Auch Frauen waren Mitglieder im Mopsorden

Es wird gemunkelt, dass man sich durch den Mops, Sympathien bei der Damenwelt verschaffen wollte. Schon zur damaligen Zeit, war der Mops bei der adligen Damenwelt sehr beliebt. Alle Mitglieder mussten römisch-katholisch sein, und der Orden des Mops erlaubte Frauen als Mitglieder. Das war bei den Freimaurer Logen bisher nicht möglich gewesen. Es gab eine Mopsloge in Bayreuth in der die Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth als Großmeisterin den Vorsitz führte.

Der Mops als Symbol, für Zuverlässigkeit und Treue

Der Mops wurde als Symbol für Loyalität, Vertrauenswürdigkeit und Beständigkeit gewählt. Alle Mitglieder mussten römisch-katholisch sein, und der Orden des Mops erlaubte Frauen als Mitglieder.

Novizen, Möpse und der Ober Mops

Der Mopsorden hatte wie schon die früheren Freimaurer Logen feste und geheime Regeln, an die sich die Mitglieder strikt zu halten hatten. Anwärter die im Mopsorden aufgenommen werden wollten, wurden Novizen genannt. Mitglieder wurden als Möpse bezeichnet und die Führer des Ordens waren die Ober Möpse. Jede Loge benötigte zwei Logenmeister oder große Möpse. Einen Mann und eine Frau, die die regierende Rolle teilten. Jedes Mitglied des Mopsordens musste jederzeit, heimlich ein silbernes Mops-Medaillon als Erkennungszeichen tragen.

Aufnahmeritual mit seltsamen Regeln und Gebahren

Am Tage der Aufnahme in den Mopsorden, wurden die Novizen Hunden gleich mit Leine und Halsband zum Ort gebracht, an dem sich der Orden zu versammeln pflegte. Die Novizen mussten wie Hunde an der Tür kratzen bis sie eingelassen wurden. Mit verbunden Augen wurden die Novizen 9 mal um einen Teppich voller Symbole geführt. Die umstehenden Mitglieder bellten so laut sie konnten und schrien „Memento mori“ – Denken Sie daran, dass Sie sterben werden.
Den Höhepunkt des Aufnahmerituals war der Moment, in dem der Novize mit verbundenen Augen eine aus Porzellan gefertigt Mopsfigur unter dem Schwanz küssen musste. Dies galt als Bestätigung der vollkommenen Unterwerfung, und damit war man in den Orden aufgenommen.

1745 wurde der Mopsorden verraten.

In Amsterdam wurde von Frauen, aus dem Mopsorden eine sogenannte Verräterschrift unter dem Titel „„L’ordre des Franc-Maçons trahi et le Secret des Mopses révélé“ veröffentlicht. Damit wurde der Mopsorden ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Durch diesen Verrat der Frauen löste sich der Mopsorden schnell danach auf.
1747 wurde der Mopsorden nochmals in Göttingen als studentische Vereinigung unter dem Namen „Loge Louise des ehrwürdigen Mopsordens“ ins Leben gerufen. Ein Jahr später wurde der Mopsorden jedoch erneut verboten und wurde daraufhin endgültig aufgelöst.

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